„Sicherheitskonferenz“? Weder Sicherheit, noch Frieden!

veröffentlicht am: 23 Feb, 2015

Wir als Landesverband Hessen haben die lange, anstrengende Reise ins weit entfernte, kalte München zusammen angetreten um am diesjährigen Jugendblock auf der Gegendemo zur sogenannten Sicherheitskonferenz teilzunehmen.
In unseren Gruppen haben wir uns schon vorher mit der Frage beschäftigt, warum es so wichtig ist gegen dieses all jährige Treffen der Herrschenden und Mächtigen auf die Straße zu gehen.
Für alle, die selbst nicht mitkommen konnten, hier ein kleiner Erlebnisbericht:
Samstagmorgen auf dem Weg zur Auftaktkundgebung dauert es nicht lange bis wir umzingelt sind von Landes- und Bundespolizei. Polizisten vom bayrischen Sonderkommando, die teilweise nicht älter sind als wir selbst, eskortieren uns durch den Bahnhof und lassen für alle Unbeteiligten den Eindruck entstehen, hier sind Schwerverbrecher unterwegs.
Grund dafür war, dass sich an dem Tag ukrainische Nationalisten und Faschisten in der Stadt versammelt haben und um deren Sicherheit wurde sich überaus bemüht.So bekommen wir schon mal einen Eindruck von der Polizeipräsenz, die für diesen Tag bestellt wurde. Auf jeden von uns Demonstrierenden kommt so ungefähr ein Polizist, insgesamt waren 3600 Polizisten im Einsatz.
Bei der Auftaktkundgebung haben wir dann zusammen mit vielen anderen Genossinnen und Genossen aus Bayern und Baden-Württemberg unser Material unter den Jugendlichen verteilt und uns zum Block formiert. Auf dem Lauti gab es eine coole Figur, die zum STOP WARS Motto gepasst hat: Darth Vader (die dunkle Seite der Macht), der sich durch Öffnen der Klappe in Angela Merkel verwandelt.Die deutsche Rolle und Beteiligung bei Kriegen und Konflikten weltweit haben wir dann auch auf der Demo lautstark gemacht: „Deutsche Waffen, deutsches Geld, morden mit in aller Welt!“ und „Ausbildungsplätze statt Kriegseinsätze!“ bleiben die Favoriten. Außerdem gab es von den unterstützenden Organisationen, darunter zum Beispiel die verdi Jugend München, interessante Redebeiträge.
Dass das diesem Staat gewaltig gegen den Strich geht hat man schnell gemerkt: All die schönen Transpis waren leider für die Passanten überhaupt nicht erkennbar, da die Polizei doppelreihig Spalier gelaufen ist und uns so vollkommen abgeschirmt hat.Ein paar Mal wurde die Demo auch gestoppt und überall wimmelte es nur so von Zivilpolizisten.Nach einer guten Stunde Demo ging es wieder zum Marienplatz, wo wir auf der Abschlusskundgebung erneut mit unseren Positionen geworben haben.
Nach einem anstrengenden Tag ist für uns ganz klar: Wir kommen wieder! Zum G7 Gipfel, zur nächsten Nato-Siko oder überall dorthin, wo zum Beispiel die Bundeswehr im Interesse der Banken und Konzerne ihre Werbung macht. Denn: Weder Repressionsorgane noch Eiseskälte konnten und können uns in Zukunft davon abhalten: Krieg dem Krieg heißt Kampf dem Kapital!
 
Make Capitalism History.!

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